Das kleine Küchenvokabular

Blanchieren, Bardieren, Legieren … Kochbücher lesen sich manchmal fast wie ein Fremdwörterbuch. Wir verraten Euch, was sich hinter den Begriffen versteckt – denn so haben Fragezeichen am Herd keine Chance!

küchenvokabular_600x450

Tranchieren
Einen leckeren Braten zuzubereiten ist eine Kunst – ihn richtig aufzuschneiden ebenso. Deswegen hat diese Kunst sogar einen eigenen Begriff: das Tranchieren. Dies bezeichnet nämlich nichts weiter, als das richtige und fachgerechte Zerlegen von Fleisch, Geflügel und Fisch. Als Arbeitswerkzeug dient hierbei ein spezielles Tranchierbesteck.

Blanchieren
Gemüse wird oft blanchiert – aber was genau passiert da eigentlich mit Spinat, Zucchini und Co.? Blanchieren bedeutet eigentlich nichts anderes, als dass man Gemüse kurz und heftig in sprudelndem Wasser gart. Meistens wird das Gemüse hierbei nur halbgar gekocht. Beim Abgießen wird grünes Gemüse zusätzlich mit eiskaltem Wasser abgeschreckt – so wird das Garen schnell gestoppt, und die Farbe bleibt erhalten.

Bardieren
Beim Bardieren wird mageres Fleisch, vor allem von Wild und Geflügel, mit dünnen Scheiben von fettem Speck belegt oder umwickelt. Fixiert wird das Ganze mit Küchengarn. Kurz vor Ende der Bratzeit wird der Speck dann wieder entfernt. Warum man das Ganze macht? Der Speck verhindert das Austrocknen des Bratens – und verleiht ihm zusätzlich Aroma.

küchenvokabular_200x170_2Pochieren
Pochieren wird auch Garziehen genannt und bezeichnet eine sanfte Garmethode in heißem, aber nicht kochendem Wasser. Am bekanntesten ist das pochierte Ei. Hierzu wird ein Ei aufgeschlagen und in heißes, mit Essig versetztes, nicht gesalzenes Wasser gegeben. Hier fängt das Eiweiß an zu stocken und umhüllt – wenn alles gut klappt – das Eigelb. Es können übrigens nicht nur Eier pochiert werden, sondern auch Fisch oder Geflügel.

Legieren
Flüssigkeiten wie Suppen oder Sauce, aber auch Süßspeisen müssen beim Kochen oft angedickt werden, damit eine cremige Konsistenz entsteht. Legieren bedeutet eigentlich nichts anderes als Binden, nur dass hierfür immer Eigelb mit Sahne (oder einer anderen heißen Flüssigkeit) verquirlt wird. Diese Eimischung wird dann anschließend mit einem Schneebesen unter das heiße Gericht gerührt. Durch das Legieren wird übrigens auch der Geschmack der Speise verfeinert. Kochen darf die Sauce oder Süßspeise während dieses Vorgangs allerdings nicht mehr, denn sonst gerinnt das Eiweiß und wird flockig.

Sautieren
Wichtigstes Utensil beim Sautieren ist eine Pfanne mit hochgezogenem Rand. Denn beim Sautieren, einer besonderen Form des Kurzbratens, wird dünn geschnittenes Fleisch oder Gemüse durch Schwenken immer wieder gewendet und so in Berührung mit der heißen Pfanne gebracht. Wichtig ist, dass die Pfanne zuvor richtig heiß ist. Beim Fett sollte man beim Sautieren übrigens zu Öl (und nicht zu Butter) greifen. Der Grund: Butter verbrennt bei hohen Temperaturen schneller.

küchenvokabular_200x170_3Flambieren
Beim Flambieren wird es heiß und hochprozentig. Denn bei diesem Vorgang wird ein Gericht mit hochprozentigen Spirituosen übergossen und angezündet. Warum man das Ganze macht? Das Flambieren gibt den Speisen Aroma – und ein Crêpe Suzette schmeckt so noch viel intensiver. Als Flüssigkeiten eignen sich zum Beispiel Rum, Kirschwasser oder auch bestimmte Liköre. Bei letzteren sollte man darauf achten, dass diese einen hohen Alkoholgehalt, sprich mindestens 40 Prozent, haben. Denn sonst besteht die Gefahr, dass das Ganze nicht brennt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.