Rein in die Wanne!

Wer nimmt nicht gerne ein langes, entspannendes Bad oder eine erfrischende Dusche? Wieso ihr euch in Japan aber schon vor dem Baden waschen solltet und was für Effekte ein Bad in Eselsmilch hat, verraten wir euch jetzt!

Baden

1. Japaner mögen’s heiß
Das Badewasser ist in Japan deutlich heißer, als dies bei uns in Europa der Fall ist. In der Regel beträgt es über 40 Grad Celsius. Der Grund: Hitze gilt als Voraussetzung für völlige Entspannung. Zudem reinigt man sich schon vor dem Bad gründlich mit Seife, damit das Badewasser nicht verunreinigt wird – denn das Badewasser wird in Japan von mehreren Personen nacheinander benutzt. Das Bad dient in diesem Fall also nicht der Reinigung, sondern dem Wohlbefinden.

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3. Aktmalerei
Badeszenen waren in verschiedenen Epochen ein beliebtes Motiv in der Malerei. Im Mittelalter wurden vor allem unbekleidete Frauen beim Baden gezeichnet – ein Anzeichen dafür, dass es wahrscheinlich weniger um das Baden an sich ging als darum, einen äußeren Rahmen für Aktmotive zu finden.

4. Wellness auf ägyptisch
Die Schönheit der ägyptischen Königin Kleopatra ging in die Geschichte ein. Vor allem eins ihrer Schönheitsrituale ist noch heute bekannt: das Kleopatra-Bad, ein Bad aus Milch und Honig. Denn Milch wirkt rückfettend und glättend auf die Haut. Nach einer Viertelstunde im Milchbad kann man sich also über babyweiche Haut freuen. Kleopatra badete damals übrigens in Eselsmilch – aber Kuhmilch hat denselben Effekt.

5. Ritualbad
In der jüdischen Religion spielt Reinheit vor allem im übertragenen Sinne eine Rolle. Die Tora schreibt vor, in welchen Fällen ein rituelles Tauchbad zu nehmen ist. Dies ist zum Beispiel nach einer Krankheit oder bei Frauen nach der Geburt eines Kindes der Fall. Beim Tauchbad geht es also nicht um die körperliche Reinigung, sondern um die rituelle Reinheit.

6. Nebelbad
Bei einem Bad taucht man nicht zwangsläufig in Wasser ab: Im Dampfbad, einer Variante der Sauna, entspannt man sich bei niedrigen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Ein beliebtes Dampfbad, das man auch in Deutschland besuchen kann, ist übrigens das türkische Hamam.

7. Entschlacken
Wer die Durchblutung seiner Haut anregen und entschlacken möchte, der sollte ein Bad mit Meersalz – am besten aus dem Toten Meer – nehmen. Und auch Hautproblemen wie Neurodermitis können durch ein Meersalzbad gelindert werden. Also ab in die Wanne – und entspannen!

8. Wunderwasser
Im Hochmittelalter wurden Mineral- und Heilbäder populär. Früher waren vor allem sogenannte Wildbäder fernab der Zivilisation beliebt. Manche wurden sogar als Wunderbrunnen bezeichnet – und zogen so ganze Pilgerscharen von Kranken an, die Heilung suchten. In Bad Pyrmont gab es um 1550 einen so großen Andrang an Gästen, dass sogar die Nahrung knapp wurde. Zehn Jahre später wurde es schlagartig wieder ruhiger. Wieso der Andrang so plötzlich wieder nachließ, ist nicht bekannt.

9. Öffentliche Bäder
Die Ursprünge der europäischen Badekultur liegen in der Antike. Hier waren vor allem öffentliche Badehäuser populär. Im Badehaus wurde der Körper gereinigt, Krankheiten behandelt – und es war ein beliebter, gesellschaftlicher Treffpunkt. Mit der Einführung von privaten Badezimmern ab dem 20. Jahrhundert verloren die öffentlichen Badehäuser dann zunehmend an Bedeutung.

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